Wer sich mit den Themen Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) und private Krankenversicherung (PKV) beschäftigt, stößt schnell auf die folgenden Themen:

Risikovoranfrage bzw. anonyme Risikovoranfrage.

Hintergrund ist der, dass für diese Versicherungen (BU und PKV) der Gesundheitszustand und andere Daten entscheidend sind, um das Risiko und damit die Beiträge zu bestimmten.

Dabei kommen immer mal wieder folgende Fragen auf: Sollte der Vermittler oder Berater die Risikovoranfrage stellen? Oder kann man das selbst machen?

Ist es möglich und sinnvoll, die Risikovoranfrage selbst zu stellen?

Wir zeigen Ihnen Vorteile, Nachteile und berichten von unseren Erfahrungen aus der Praxis!

Vorsicht bei „Selbstversuchen“: Wir stellen auf unserer Website ausführliche Informationen bereit, um unsere Kunden bestmöglich aufzuklären. Lassen Sie sich davon bitte nicht dazu verführen, Ihre Versicherungsthemen ohne Rücksprache mit einem Experten zu regeln. Unsere jahrelangen Erfahrungen haben uns gelehrt: Es kommt oft auf Kleinigkeiten an.
Unser Tipp: Lassen Sie sich von uns als Experten beraten und sichern Sie sich einen kostenlosen Beratungstermin – online oder offline. Auch ein Abschluss hat keine Mehrkosten für Sie!
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Verlust der Anonymität

Wer in Eigenregie eine Risikovoranfrage stellt, wird naturgemäß seine Anonymität verlieren.

Sobald Sie mit Ihren persönlichen Daten auf einen Versicherer zugehen, werden diese Daten geordnet und gespeichert. Dies kann allerdings gravierende Folgen auf Ihren möglichen Versicherungsschutz sowie Ihre Beiträge haben – auch bei anderen Anbietern.

Sie haben eine Vorerkrankung? Einen riskanten Beruf? Oder ein risikoreiches Hobby?

Dann ist es ganz besonders wichtig, Ihre Anonymität wahren. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Sie in Risikolisten der Anbieter aufgenommen werden – und genau das ist es, was wir für unsere Kunden mittels anonymer Risikovoranfragen vermeiden.

Was das genau bedeutet und welche Konsequenzen die „Nicht-Anonymität“ haben kann, erfahren Sie im folgenden Abschnitt.

Risikovoranfrage vs. anonyme Risikovoranfrage

Während die „Risikovoranfrage“ mit Ihren echten Daten und Kontaktdaten erfolgt, wird die „anonyme Risikovoranfrage“ mit Ihren geschwärzten Daten und den Kontaktdaten des Versicherungsvermittlers vorgenommen.

Die Verbraucherzentrale äußert sich wie folgt zur Risikovoranfrage bei BU und PKV:

Ihre Antworten speichern viele Gesellschaften in einer gemeinsamen Datenbank. Wenn ein Versicherer Sie wegen Vorerkrankungen ablehnt, kann es deshalb sein, dass danach auch andere Versicherer Sie ohne weitere Prüfung ablehnen. Mit einer anonymisierten Risikoanfrage können Sie testen lassen, welcher Anbieter Sie versichert, ohne dass Sie in der Datenbank landen.

Quelle: Verbraucherzentrale zur Risikovoranfrage

Diese Datenbank („HIS-Wagnisdatei“) wird vom Großteil der Versicherer gemeinsam genutzt – und der gemeinsame Zugriff kann dafür sorgen, dass man „automatisch“ von anderen Versicherungen abgelehnt wird.

Die Verbraucherzentrale führt weiter aus:

Allerdings ist bei den Verbraucherzentralen im Laufe der Jahre der Eindruck entstanden, dass Versicherungsgesellschaften mit in HIS gespeicherten Daten nach dem Motto arbeiten: „Einmal abgelehnt – immer abgelehnt“.

Wenn Sie eine Vorerkrankung haben (die Sie vielleicht aktuell noch nicht einmal „auf dem Schirm haben“), könnten Sie entscheidende Nachteile erleiden.

Ohne anonyme Risikovoranfrage könnte das Ergebnis so aussehen:

Versicherung 1 lehnt Sie komplett ab. Versicherung 2 und Versicherung 3 nutzen die Datenbank und lehnen Sie aufgrund der Entscheidung von Versicherung 1 ebenfalls komplett ab.

Mit anonymer Risikovoranfrage stattdessen könnte es so aussehen:

  • Versicherung 1: Komplette Ablehnung.
  • Versicherung 2: Risikozuschlag.
  • Versicherung 3: Ausschluss der Vorerkrankung.

Wer also eine anonyme Risikovoranfrage stellt, geht ein geringeres Risiko ein und erhält aller Wahrscheinlichkeit nach eine tendenziell vorteilhaftere Absicherung – also günstiger und mit besseren Leistungen.

Es gibt viele Versicherungen: Alle allein anfragen?

Generell ist es immer ratsam, nicht nur einige wenige Versicherungen anzufragen.

Einerseits haben Sie so bessere Chancen, einen guten und kostengünstigen Versicherungsschutz zu erhalten. Und andererseits erhöhen Sie dadurch Ihre Chance auf generelle Versicherbarkeit.

Besonders dann, wenn Sie eine Vorerkrankung haben oder ein anderes Risiko (Beruf, Hobby) tragen, sollten Sie genügend Versicherungen zur Auswahl haben.

Diese Arbeit kann mühsam sein, da den meisten Privatpersonen wohl kaum die Möglichkeiten automatisierter Datenbanken und professioneller Software aus dem Versicherungsbereich zur Verfügung stehen.

Außerdem kann es vorkommen, dass Sie zunächst einige Ablehnungen und „unattraktive Angebote“ erhalten bis Sie ein attraktives und passendes Angebot erhalten.

Wer schnell und zuverlässig mit Versicherern in Kontakt treten möchte, kommt um den folgenden Aspekt „Netzwerk“ nicht herum.

Fehlendes Netzwerk

… oder anders ausgedrückt: Möchten Sie jede Versicherung einzeln anfragen?

Wir von der VUMAK sind Versicherungsmakler (keine Vertreter) und können dadurch aus einer Vielzahl an Versicherungsgesellschaften und Policen wählen.

Der entscheidende Vorteil: Diese große Auswahl an Produkten und Gesellschaften schafft Unabhängigkeit.

Auf der anderen Seite steht aber natürlich ein Aufwand hinter der Produktrecherche und dem Vergleich, der für die Auswahl geeigneter Policen entscheidend ist.

Durch unsere Vergleichsrechner und Anbindungen zu den Gesellschaften haben wir ein weitreichendes Netzwerk, um mit vergleichsweise niedrigem Arbeitsaufwand viele Versicherungsgesellschaften zu kontaktieren.

Gleichzeitig können wir einsehen, welche Versicherungswerke für unsere Kunden passend sind und welche nicht: Also z.B. welche Klauseln enthalten sein sollten und auf welche Zusätze wir verzichten können.

Privatpersonen haben diese Möglichkeiten nicht, was uns zum nächsten Punkt bringt.

Sie sparen weder Zeit noch Geld

Wenn Sie die Risikovoranfrage selbst stellen, hat das einen nicht unerheblichen Zeitaufwand zur Folge.

Dieser Aufwand könnte zum Beispiel dadurch gerechtfertigt sein, wenn Sie ein besseres Ergebnis erzielen würden oder Kosten sparen könnten.

Wie wir in diesem Artikel erläutert haben, sparen Sie jedoch kein Geld (und Zeit sowieso nicht), wenn Sie die Themen Berufsunfähigkeitsversicherung und private Krankenversicherung selbst angehen. Denn die eingepreiste Kostenstruktur fällt auch an, wenn Sie keinen Versicherungsmakler beauftragen.

… und in Zusammenarbeit mit einem Versicherungsmakler wie uns erhalten Sie sogar noch die Beratungsleistung sowie unsere Unterstützung und Erfahrung bei der Risikovoranfrage „kostenlos oben drauf“.

Fehlende Erfahrung ist ein Risiko:

Die Vorgehensweise bei Berufsunfähigkeitsversicherung und privater Krankenversicherung erfordert Fingerspitzengefühl.

Der Prozess einer Risikovoranfrage ist an sich nicht kompliziert. Die Risiken, die damit in Zusammenhang stehen, sollten jedoch nicht unterschätzt werden.

Fazit: Ist es sinnvoll, die Risikovoranfrage selbst zu stellen?

Tatsächlich fallen uns keine Vorteile ein, wenn Sie als Versicherungsnehmer die Risikovoranfrage allein stellen.

Nicht nur, dass Sie den großen Vorteil der Anonymität verlieren. Auch die Risiken aufgrund fehlender Erfahrung sowie die aufwändige Kontaktaufnahme mit diversen Versicherern lassen die Nachteile sehr deutlich werden.

Ganz abgesehen natürlich davon, dass Sie beim „selbst machen“ auf Beratungsleistung verzichten und im Regelfall trotzdem kein Geld sparen.

Unser Fazit gleicht daher dem Fazit der Verbraucherzentrale:

„[…] Sie sollten eine anonyme Risikovoranfrage starten, das geht so: Sie beauftragen einen Versicherungsmakler oder einen behördlich zugelassenen Versicherungsberater, einen Preis-Leistungs-Vergleich für Sie zu erstellen. Wählen Sie mit seiner Hilfe die passenden Gesellschaften aus.

Diesen Versicherungen legt er dann eine Anfrage vor, die den Umfang des gewünschten Versicherungsschutzes und die Angaben zu Vorerkrankungen enthält. Sie ist aber so weit anonymisiert, dass eine Speicherung der Daten und Zuordnung zu Ihnen nicht möglich ist. Erst wenn eine Gesellschaft ein verbindliches Angebot unterbreitet, entscheiden Sie, ob Sie den Vertrag abschließen wollen.“

Quelle: Verbraucherzentrale zur Risikovoranfrage

Kontaktieren Sie uns!

Als Versicherungsmakler mit jahrelanger Erfahrung möchten wir Sie gerne unterstützen – damit Sie bei der Wahl und Ausgestaltung Ihrer Versicherungen (z.B. BU-Versicherung und PKV) keine Fehler machen.

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Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!