In diesem Beitrag möchten wir Ihnen zeigen, was Sie im Zusammenhang mit Honorartarifen / Nettopolicen (also Verträgen ohne Provision) beachten müssen. Ob Sie bei solchen Verträgen wirklich Geld sparen, welche Risiken es gibt und welche Empfehlungen wir aussprechen.

Wir schauen uns folgende Themen an:

  • Möglichkeiten, eine private Krankenversicherung abzuschließen.
  • Chancen und Risiken der einzelnen Möglichkeiten (Bruttopolice, Nettopolice, Online, beim Makler, …)
  • Hintergründe zu Nettopolicen: Gibt es echte PKV-Honorartarife und machen diese Sinn?

Damit möchten wir Ihnen zeigen: Lohnen sich Nettopolicen im Bereich der privaten Krankenversicherung für Sie als Versicherungsnehmer oder gibt es bessere Alternativen?

Vorsicht bei „Selbstversuchen“: Wir stellen auf unserer Website ausführliche Informationen bereit, um unsere Kunden bestmöglich aufzuklären. Lassen Sie sich davon bitte nicht dazu verführen, Ihre Versicherungsthemen ohne Rücksprache mit einem Experten zu regeln. Unsere jahrelangen Erfahrungen haben uns gelehrt: Es kommt oft auf Kleinigkeiten an.
Unser Tipp: Lassen Sie sich von uns als Experten beraten und sichern Sie sich einen kostenlosen Beratungstermin – online oder offline. Auch ein Abschluss hat keine Mehrkosten für Sie!
Klicken Sie hier und stellen eine Anfrage (telefonisch, per Mail oder direkt per Terminbuchung).

Möglichkeiten zum Abschluss einer privaten Krankenversicherung (PKV)

Es gibt folgende Möglichkeiten zum Abschluss einer privaten Krankenversicherung:

Abschluss überBruttopolice / NettopoliceAufarbeitung Gesundheitshistorie etc.Betreuung LeistungsfallRechnungsstellung bei Vertragsabschluss
MaklerBruttopoliceJaJaNein
Online-PortalBruttopoliceTeilsTeilsNein
Online-PortalNettopoliceNeinNeinJa
HonorarberaterNettopoliceNur gegen HonorarNur gegen HonorarJa

Bruttopolicen sind etwas teuer als Nettopolicen, da dort Provisionen eingepreist sind. Dafür wird beim Abschluss von Nettopolicen meist ein Beratungshonorar oder eine Servicegebühr fällig – diese Rechnung müssen sie dann begleichen.

Grundsätzlich lassen sich die folgenden Abschlussmöglichkeiten unterscheiden:

  • Bei einem Makler erhalten Sie eine persönliche Betreuung und schließen eine Bruttopolice ab. Der Makler erhält von der Versicherungsgesellschaft eine sog. Courtage.
  • Bei einem Online-Portal können Sie häufig nur eine Bruttopolice abschließen. In manchen Fällen ist auch eine Nettopolice möglich, bei der allerdings eine Servicegebühr anfällt.
  • Bei einem Honorarberater können Sie eine Nettopolice abschließen und entrichten für die Beratung und Vermittlung ein Honorar, welches Sie über eine Rechnung begleichen müssen. In seltenen Fällen sind auch Bruttopolicen mit Courtage-Rückzahlung möglich.

Unterschiede von Makler, Honorarberater und Online-Portal

Makler (wie wir von der VUMAK) betreuen Sie sowohl vor dem Abschluss und bei der Vermittlung als auch im Leistungsfall. Dabei gibt es von uns keine Stellung einer Rechnung für den Betreuungsaufwand, da unsere Arbeitsleistung über die in den Versicherungsverträgen enthaltenen Vergütungen („Provisionen“) voll abgegolten ist.

Ein Honorarberater kann Sie ebenfalls in diesen Situationen begleiten und beratend zur Seite stehen: Bedenken Sie aber bitte, dass Sie jeweils eine Rechnung begleichen müssen. Und zwar auch im „Schadensfall“ (Leistungsfall). Und da wissen wir aus der Praxis: In dieser Situation möchten die wenigsten eine zusätzliche Rechnung begleichen.

Schwierig sehen wir vor allem den eigenständigen Abschluss über Online-Vergleichsportale. Vor allem dann, wenn Sie keine Provision sparen, aber ausdrücklich auf eine Beratungsleistung verzichten! Auch der Online-Abschluss von Nettopolicen geht mit Kosten einher.

Vielmehr als die anfallenden Kosten kritisieren zu wollen, sehen wir beim „Selber machen“ das Risiko, dass elementare Fehler gemacht werden.

Das fängt mit der Aufarbeitung der Gesundheitshistorie an und geht über die Auswahl der (zur speziellen Situation passenden!) Versicherungsgesellschaft bis hin zur Einbeziehung bestimmter Klauseln.

Hintergrund zu Nettopolicen

Der grundsätzliche Gedanke von Nettopolicen ist gut:

Nettopolicen geben informierten Versicherungsnehmern die Möglichkeit, auf Beratung zu verzichten und damit Provisionen einzusparen. Das ist in Deutschland nicht sehr verbreitet, funktioniert aber in einigen wenigen Bereich ganz akzeptabel – im PKV Bereich allerdings nicht.

Dass die Kombination aus PKV und einem „Do it yourself”-Gedanken nicht immer gut geht, hat die Praxis in der Vergangenheit vielfach bewiesen.

Alternativ dazu können Interessierte eine Honorarberatung in Anspruch nehmen und über Honorarberater („Versicherungsberater“) Policen ohne eingepreiste Provisionen abschließen. Honorar und Courtage („Provision“) bewegen sich dabei übrigens häufig in ähnlichen Regionen. Der steuerliche Nachteil beim Honorar sorgt allerdings dafür, dass die Provisionsberatung in vielen Fällen vorteilhafter für den Kunden sein kann.

Steuerlicher Nachteil beim Honorar

Die Honorarberatung ist umsatzsteuerpflichtig, die Vermittlung von Finanzanlagen und Versicherungsverträgen dagegen ist umsatzsteuerfrei.

Das bedeutet in der Praxis: Für die gleiche Beratungsleistung (und damit Ihr Berater die gleiche Vergütung erhält) müssen Sie 19 % mehr zahlen – und zwar die Mehrwertsteuer.

Beispiel für den steuerlichen Nachteil:

  • Ein Versicherungsmakler muss für einen Nettoumsatz von 1.000 € auch nur diesen Betrag an Provisionen vereinnahmen.
  • Ein Honorarberater dagegen muss für einen Nettoumsatz von 1.000 € dem Kunden eine Rechnung in Höhe von 1.190 € stellen – denn diese umsatzsteuerpflichtige Leistung erfordert es, dass die Umsatzsteuer in Höhe von 190 € ans Finanzamt abgeführt wird.

Dieser kleine Nachteil soll Ihnen nur einen kleinen Einblick in die aktuelle Situation der Honorarberatung in Deutschland geben.

Viel wichtiger als das ist, was Sie als Kundin oder Kunde am Ende für Produkte haben. Und das ist aus unserer Sicht die größte Hürde, was die Vermittlung von PKV-Nettopolicen / PKV-Honorartarifen angelangt.

Denn: Nettopolicen / Honorartarife sind auf dem deutschen Markt nicht sehr etabliert.

Wer in die Private Krankenversicherung wechseln kann, der sollte das (fast immer) tun! Klicken Sie hier und nehmen Sie Kontakt mit uns auf oder buchen Sie einen Online-Termin!

Der Markt gibt nicht sehr viel her

Unsere Arbeit als Makler erlaubt es uns, mit einer großen Anzahl an Produktanbietern zusammenzuarbeiten. Das unterscheidet uns beispielsweise von sog. „gebundenen Versicherungsvertretern“, die an bestimmte Gesellschaften gebunden sind und Ihren Kunden nicht aus der vollen Produktauswahl des deutschen Marktes anbieten können.

Das bedeutet: Wir sind nicht an eine Versicherungsgesellschaft gebunden und können marktbreit anbieten. Und zwar aus einer beachtlichen Produktvielfalt an Versicherungslösungen, die es im Bereich Bruttopolicen gibt.

Zur Produktauswahl lässt sich daher festhalten:

  • Produktauswahl von Provisionstarifen / Bruttopolicen: Sehr groß.
  • Produktauswahl von Honorartarifen / Nettopolicen: Zu eingeschränkt, als dass wir hier mit gutem Gewissen anbieten könnten.

Wir sehen ganz allgemein auch weiterhin keine Entwicklung, die eine verbrauchergerechte Auswahl an Versicherungsprodukten erlaubt. Ganz besonders nicht im Bereich der privaten Krankenversicherung.

… und wenn wir das Gefühl haben, dass Sie als Kunde nicht die qualitativ beste Lösung erhalten, möchten wir Ihnen eine solche Lösung nicht anbieten.

Der Anteil von Nettotarifen im Vergleich zu Bruttotarifen ist bei deutschen Versicherern immer noch gering. Und so sehen wir keine Möglichkeit, im Bereich Nettotarife gute Lösungen anzubieten.

Außerdem möchten wir an dieser Stelle noch einmal auf die Schwächen einiger Online-Portale zurückkommen.

Private Krankenversicherung ohne Makler abschließen

Nachteile vom Online-Abschluss ohne beratenden Makler:

  • Viele Preisvergleiche zeigen nur Kosten auf, aber nicht die (wichtige!) Qualität der Versicherungsbedingungen.
  • Das kann zu einem Vergleich von „Äpfel mit Birnen“ führen.
  • Erhöhtes Risiko, dass Gesundheitsfragen aufgrund fehlender Betreuung unzureichend beantwortet werden (… und die Versicherung nicht leistet).
  • Berufsgruppen und andere Details werden teils nicht differenziert genug abgefragt – dabei kann hier viel Potenzial für Kosteneinsparungen für Sie liegen!
  • Individualität (Lebenspläne, mögliche Berufswechsel) wird nicht so stark berücksichtigt wie in einer persönlichen Beratung. Und das kann entscheidend sein, ob man am Ende Versicherungswerk A oder B für Sie wählen sollte.
  • Risikoaufschläge oder Ausschlüsse (z.B. wegen Rückenschmerzen) können teuer für Sie werden, wenn Sie nicht das Potenzial Ihrer individuellen Situation und unserer Erfahrung nutzen. Da helfen „Kniffe“ und praktische Erfahrungswerte.

Wir empfehlen daher besondere Sensibilität, wenn Sie sich Preisvergleiche bei Vergleichsportalen anschauen oder dort sogar einen Abschluss erwägen.

Um sich einen Überblick zu verschaffen oder ein Gefühl für das Thema zu erhalten, möchten wir betonen: Nutzen Sie die Möglichkeiten, die es gibt! Und da kann sicherlich auch ein Online-Vergleichsportal hilfreich sin.

Im Rahmen unseres kurzen Fazits möchten wir Sie daher für Folgendes sensibilisieren

Eine private Krankenversicherung ist dazu da, Sie in einer bestimmten (schwierigen) Lebenslage finanziell zu unterstützen.

Im Leistungsfall möchten Sie es sich nicht leisten, keinen Makler an der Hand zu haben.

Kontaktieren Sie uns!

Als Versicherungsmakler mit jahrelanger Erfahrung möchten wir Sie gerne unterstützen – damit Sie bei der Wahl und Ausgestaltung Ihrer Krankenversicherung keine Fehler machen.

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Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!