Sie sind in der glücklichen Lage, sich privat krankenversichern zu können? Glückwunsch, denn mit einer privaten Krankenversicherung (PKV) profitieren Sie von hochwertigen Leistungen in unserem Gesundheitssystem. Doch jetzt gilt es erst einmal, sich durch den „Tarifdschungel“ diverser Versicherungsgesellschaften zu schlagen, um die perfekte PKV für sich selbst zu finden. Als Laie – auch bedingt durch ständige Tarifänderungen und Beitragsanpassungen der Versicherer – ist das beinahe ein Ding der Unmöglichkeit. Doch den ersten wichtigen und richtigen Schritt haben Sie mit dem Lesen dieses Beitrags gemacht: Denn wir verraten Ihnen, worauf es beim PKV-Vergleich ankommt.

 

Private Krankenversicherungen im Vergleich: Was ist wichtig?

Zunächst die Basics vorab: Eine private Krankenversicherung abschließen können in Deutschland – unabhängig von ihrem Einkommen – Freiberufler, Selbstständige, Beamte und Ärzte. Auch Existenzgründer, Beamtenanwärter und Studierende (innerhalb der ersten drei Monate nach der Immatrikulation) haben die Wahl, sich privat krankenversichern zu lassen. Ebenso ist als Angestellter ein Wechsel in die private Krankenversicherung möglich, wenn das Gehalt regelmäßig über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt. Diese entspricht aktuell einem Jahresbruttogehalt von 64.350 Euro (Stand: 2021).

Der Beitrag in der privaten Krankenversicherung bemisst sich am Leistungskatalog des Versicherungstarifs, dem Eintrittsalter des zu Versichernden (je jünger desto günstiger) sowie dessen Gesundheitszustand. Eine Senkung der Beitragskosten ist zudem oft durch eine Selbstbeteiligung möglich.

Beim PKV-Vergleich und der Suche nach der für Sie optimalen privaten Krankenversicherung sollten neben dem Beitrag unbedingt auch die versicherten Leistungen eine Rolle spielen.

Welche ist die richtige private Krankenversicherung für mich? Diese Entscheidung ist sehr individuell und schickt die Beantwortung einiger Fragen voraus:

  • Lege ich Wert darauf, dass meine Zähne ausreichend mitversichert sind, oder schließe ich lieber eine Zahnzusatzversicherung ab und halte den PKV-Tarif dafür günstiger?
  • Wie hoch ist die monatliche Versicherungsprämie und bleiben die Beiträge langfristig stabil?
  • Geht es mir hauptsächlich um die Kostenübernahme für teure Behandlungen und kostspielige Wahlleistungen bei Krankenhausaufenthalten? Oder möchte ich einen Tarif, bei dem auch bei „kleinen“ ambulanten Leistungen kein Selbstbehalt anfällt?
  • Interessiere ich mich für alternative Heil- und Behandlungsmethoden, gesundheitsförderliche Coachingprogramme, unterstützende Physiotherapie und Ähnliches?
  • Darf ich meinen Arzt frei wählen? Bekomme ich im Krankenhaus ein Ein- oder Zweibettzimmer und Chefarztbehandlung?
  • Welchen Stellenwert hat die Gesundheitsvorsorge für mich?
  • Brauche ich einen besonderen Versicherungsschutz im Ausland?
  • Wie und zu welchen Konditionen ist meine Familie mitabgesichert?
  • Benötige ich die Versicherungsleistungen sofort – ohne Karenzzeit? Oft sind bestimmte Höchstsätze an eine mehrjährige Versicherungszugehörigkeit geknüpft.
  • Ist ein Krankentagegeld (für Selbstständige) oder ein Krankenhaustagegeld gewünscht?

Sicher fallen Ihnen noch so einige weitere Fragen zum PKV-Vergleich ein, denn die Wahl der idealen privaten Krankenversicherung ist sehr individuell. Um den passenden Tarif für sich zu finden, kommen Sie um einen Vergleich der privaten Krankenversicherung nicht herum. Schließlich zeichnet sich der optimale PKV-Tarif nicht nur durch einen niedrigen Beitrag, sondern auch durch erstklassige und individuell abgestimmte Versicherungsleistungen aus.

 

PKV im Vergleich: Gut beraten mit den Preis-Leistungs-Siegern?

Wer nun vor dem Leistungs- und Tarifdschungel kapituliert und auf Nummer Sicher gehen möchte, setzt vielleicht auf die PKV-Testsieger. Welche PKV-Tarife bieten viel Leistung im Vergleich zum Preis? Die Verbraucherorganisation Stiftung Warentest kürt regelmäßig Testsieger: Versicherungsgesellschaften, die sich mit einem bestimmten Tarif als sehr gut herauskristallisieren.

Auf dem Papier mögen diese Testsieger auch tolle Konditionen haben. Doch wie sieht es in der Praxis aus?

  • Wie sind die Erfahrungen anderer Versicherungsnehmer? Gibt es teils Probleme bei der Abwicklung oder wird die Erstattung einzelner Leistungen verweigert?
  • Wie schnell steigen erfahrungsgemäß die Beiträge zu diesem PKV-Tarif?
  • Bis zu welchem Alter lohnt sich der Einstieg in den Tarif?

Diese Fragen zeigen erneut, dass es bei der Suche nach der eigenen privaten Krankenversicherung nicht damit getan ist, einen oder mehrere gute Tarife zu identifizieren, sondern dass die richtige Wahl sehr von persönlichen Bedürfnissen geprägt ist und auch Erfahrungswerte mit den Versicherungsgesellschaften essenziell sind. Deshalb ist es beim PKV-Vergleich empfehlenswert, sich von einem Experten beraten zu lassen, der den Vergleich auf Basis von individuellen Präferenzen unabhängig und neutral vornimmt.

Sich einfach blind beim Testsieger einer Verbraucherschutzorganisation zu versichern, ohne zu überprüfen, ob die Tarifbedingungen die persönlichen Bedürfnisse abdecken, ist keine gute Idee. Denn oftmals sind die Testszenarien oder -kategorien komplett andere als für Sie relevant sind.

 

PKV-Vertragsbedingungen: Darauf sollten Sie achten!

Nun geht es ans Kleingedruckte. Denn wenn der vermeintlich passende Tarif beim Vergleich der privaten Krankenversicherungen gefunden wurde, sollten Sie nochmal ganz genau in die Tarif- und allgemeinen Versicherungsbedingungen blicken: Hier lauern oft gemeine Fallstricke.

  • Ein großes Thema ist beispielsweise der Datenschutz. Mit welchen Partnerunternehmen und Dienstleistern teilt die Versicherung Ihre Patientendaten? Und zu welchem Zweck? Hier sollten Sie unbedingt auf Transparenz setzen.
  • Wie sieht die Karenzzeit für bestimmte Versicherungsleistungen aus? Wenn Sie erst noch fünf Jahre auf die Erstattung des dringend benötigten Zahnimplantats warten müssen, dann nützt ihnen der ansonsten vielversprechendste Tarif wenig!
  • Gibt es Kostenstaffelungen für bestimmte Behandlungen? Gerade bei (oft planbaren und meist kostspieligen) Zahnbehandlungen begrenzt der Versicherer die Erstattungshöchstsummen, gestaffelt nach Versicherungsjahren.
  • Gibt es Entweder-oder-Leistungslimits? Am Beispiel Zahnzusatzversicherung: Einige Versicherer erstatten eine professionelle Zahnreinigung zwar zu 100 %, aber maximal bis 70 Euro. In teuren Städten wie München führt jedoch quasi kein Zahnarzt eine professionelle Zahnreinigung für weniger als 100 Euro durch.
  • Und ganz wichtig: Verstecken sich in den Versicherungsbedingungen Klauseln, die den kompletten Vertrag nutzlos machen? Teils räumen Sondervereinbarungen dem Versicherer das Recht ein, den Versicherungsnehmer während laufender Anträge unter bestimmten Bedingungen zu kündigen. Das ist deshalb tragisch, da die notwendige Behandlung dann auch von der neuen PKV nicht übernommen wird. Fast jeder Versicherer schließt die Erstattung von vor Vertragsabschluss feststehenden Maßnahmen aus, das ist Standard. Aber manche Unternehmen behalten sich vor, Sie mit fadenscheiniger Begründung gerade dann aus dem Vertrag zu entlassen, wenn Sie eine teure Behandlung dringend benötigen.

Spätestens jetzt sollten jedem klar sein, dass es sich lohnt, einen Versicherungsvermittler mit der Suche nach dem passenden PKV-Tarif zu beauftragen. Wer sich selbst um den Vergleich der privaten Krankenversicherung bemüht, muss sich persönlich mit mehreren Versicherern in Verbindung setzen, sehr viel Zeit investieren – und übersieht am Ende mangels Erfahrung doch Elementares. Da ist es deutlich einfacher und lohnender, sich in Sachen PKV, PKV für Ärzte, PKV für Beamte und Zahnzusatzversicherung an einen Experten zu wenden, der den Markt unabhängig durchleuchtet, ihn gut kennt und Ihnen am Ende mehrere ausgewählte Tarife empfehlen kann. Sichern Sie sich jetzt einen Termin für eine kostenlose Beratung – gerne auch online!