Bevor wir auf Vergleich von Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) eingehen, zunächst die grundsätzliche Frage vorab: Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll? Gegenfrage: Sie fahren gerne bei Blitzeis mit über 200 Sachen auf der Autobahn und spielen manchmal Russisch Roulette? Wenn Sie jetzt mit ja antworten, dürfen Sie gerne hier aufhören zu lesen. Für alle anderen gilt: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist unbedingt sinnvoll, selbst unabhängige Verbraucherzentralen und Stiftung Warentest raten jedem Erwerbstätigen zum rechtzeitigen Abschluss einer BU.

Auch die Zahlen sprechen für sich: Laut Deutscher Rentenversicherung wird jeder vierte Berufstätige in Deutschland im Laufe seines Arbeitslebens ganz oder zeitweise berufs- oder dienstunfähig. Von Berufsunfähigkeit sind dabei nicht nur Menschen in Risikoberufen betroffen – sondern jeder!

Was sind nun die Gründe für Berufsunfähigkeit? Statistisch gesehen werden die meisten aus psychischen Gründen – etwa Depression oder Erschöpfung – erwerbsunfähig. Auf Rang zwei der Ursachen für Berufsunfähigkeit rangieren Erkrankungen des Bewegungsapparats und damit vor allem Rückenbeschwerden. Und: Treffen kann Sie die Berufsunfähigkeit sogar in jungen Jahren. Jeder zehnte Erwerbstätige wird bereits vor seinem 40. Geburtstag – vorübergehend oder komplett – berufsunfähig.

Von der Sinnhaftigkeit einer Berufsunfähigkeitsversicherung sind Sie also überzeugt! Dann gilt es nun, die richtige Versicherung für Sie zu finden – über einen BU-Vergleich.

 

Berufsunfähigkeitsversicherungen im Vergleich: Worauf ist zu achten?

Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung soll Ihnen finanzielle Sicherheit bieten, in Zeiten, in denen Sie diese am nötigsten brauchen. Mit der richtigen Berufsunfähigkeitsversicherung können Sie Ihren gewohnten Lebensstandard bei Verlust Ihrer Arbeitskraft weiterhin halten.

Doch ab welchem Grad der Berufsunfähigkeit zahlt die BU? In welcher Höhe, und wie lange? Beim Berufsunfähigkeitsversicherungs-Vergleich bestimmen verschiedene, oft sehr individuelle Faktoren über Ihre optimale Absicherung. Bei der Wahl der für Sie perfekten Berufsunfähigkeitsversicherung müssen Sie sich zunächst mit folgenden Aspekten befassen, die großen Einfluss auf Ihre monatliche Beitragshöhe haben:

 

  • Alter: Je früher Sie eine BU abschließen, desto niedriger sind die monatlichen Beiträge.
  • Beruf: Die Assekuranzen teilen Berufe in verschiedene Risikogruppen ein. Dies führt zu unterschiedlichen Risikozuschlägen und wirkt sich auf den Tarif aus. Der Anbieter und der Tarif müssen zur aktuellen Berufstätigkeit passen und dafür top Bedingungen bieten.
  • Versicherungssumme: Die gewünschte Rentenhöhe beeinflusst die Beitragskosten. Als Faustregel gilt hier etwa 80 Prozent des Nettoeinkommens – aber natürlich ist der im Falle einer Berufsunfähigkeit avisierte Lebensstandard sehr individuell.
  • Laufzeit: Wie lange soll die BU laufen? Empfohlen wird meist ein Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung bis zum Beginn der Altersrente.
  • Gesundheitszustand: Oft das A und O Ihrer BU-Police, denn Ihre Gesundheit hat großen Einfluss auf Ihre Beitragshöhe. Bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung müssen Sie eine sogenannte Gesundheitsprüfung machen – und unbedingt wahrheitsgemäß alle Fragen hinsichtlich Ihrer Vorerkrankungen beantworten. Achtung: Hier droht unter Umständen ein Leistungsausschluss! Die VUMAK-Versicherungsmakler helfen Ihnen gerne beim richtigen Beantworten der Gesundheitsfragen.
  • Spezielle Tarife: Für Berufseinsteiger, Studierende, Ärzte und Beamte gibt es oft spezielle Tarife. Für Beamte nennt sich die BU übrigens Dienstunfähigkeitsversicherung.
  • Nachversicherungsgarantie: Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, sollte darauf achten, dass er die versicherte Rente ohne erneute Gesundheitsprüfung aufstocken kann. Denn veränderte Lebensumstände wie eine Familiengründung können eine höhere Absicherung notwendig machen.
  • Dynamik: Durch Inflation verliert die ursprünglich vereinbarte Rente an Wert. Mit einer vorab festgelegten Dynamik steigt die Rente automatisch jedes Jahr, allerdings ebenso die Beiträge. Eine möglicherweise eingeschlossene Erhöhungsoption kann sinnvoll sein. Widerspricht eine Dynamik und eine Erhöhungsoption Ihren Vorstellungen, liegt der Fokus eher auf der Beitragsstabilität.

 

Sie sehen, es ist nicht ganz trivial, alle Einflussfaktoren einer BU im Blick zu haben. Um den passenden Tarif für sich zu finden, kommen Sie um einen Vergleich der Berufsunfähigkeitsversicherungen nicht herum. Denn der optimale BU-Tarif zeichnet sich nicht unbedingt durch einen niedrigen Beitrag aus, sondern vielmehr durch die individuell abgestimmte Leistung im Bedarfsfall.

 

BU im Vergleich: Auf die Preis-Leistungs-Sieger setzen?

Sie sind förmlich erschlagen von dem Leistungs- und Tarifangebot der Versicherer? Sie denken, es sei eine gute Idee, auf die BU-Testsieger zu setzen? Zunächst kein falscher Gedanke. Denn Verbraucherorganisationen wie Stiftung Warentest oder Vergleichsportale küren regelmäßig und zuverlässig ihre Testsieger: Versicherungsgesellschaften, die mit einem bestimmten BU-Tarif für ausgewählte Berufsgruppen punkten können.

Auf dem Papier mögen diese Testsieger auch mit ihren Konditionen überzeugen. Doch wie sieht es im Praxischeck aus?

 

  • Welche Erfahrungen haben andere Versicherungsnehmer gemacht? Gibt es Probleme bei der Gesundheitsprüfung? Oder viel schlimmer: im Ernstfall bei der Leistungserbringung? Wie oft und weswegen steht der BU-Versicherer vor Gericht?
  • Wie schnell steigen erfahrungsgemäß die Beiträge zu diesem BU-Tarif?
  • Bis zu welchem Einstiegsalter ist diese Berufsunfähigkeitsversicherung lohnend?

 

Diese Fragen zeigen abermals, dass es bei der BU-Wahl nicht ausreicht, einen oder mehrere gute Tarife zu identifizieren (frei nach dem Motto: Mein Kollege hat die gleiche BU!), sondern dass die richtige Wahl von persönlichen Umständen und Bedürfnissen geprägt ist – und dass auch Erfahrungswerte mit den Assekuranzen essenziell sind. Deshalb ist es beim BU-Vergleich ratsam, sich von Experten beraten zu lassen, die den Vergleich auf Basis individueller Kundenpräferenzen unabhängig und neutral vornehmen.

 

BU-Vertragsbedingungen: Vorsicht Fallstricke!

Last but not least widmen wir uns noch dem Kleingedruckten. Denn wer den scheinbar passenden Tarif beim Vergleich der Berufsunfähigkeitsversicherungen entdeckt hat, sollte jetzt nochmal ganz genau in den Tarif- und allgemeinen Versicherungsbedingungen nachlesen: Hier halten sich oft fiese Fallstricke versteckt.

 

  • Gibt es eine abstrakte Verweisungsklausel? Seriöse Versicherer verzichten in der Regel auf eine abstrakte Verweisung. Diese besagt, dass der Versicherer keine Berufsunfähigkeitsrente zahlen muss, solange der Versicherte – wenn auch nur theoretisch – aufgrund seiner Kenntnisse und Fähigkeiten einen anderen Beruf ausüben könnte, der seiner Lebensstellung entspricht.
  • Wer stellt die Berufsunfähigkeit fest? Und wie wird der Grad der Berufsunfähigkeit bestimmt? Welche Atteste müssen Sie erbringen, welche Hürden über welche Arzt- und Gutachterinstanzen sind zu nehmen?
  • Arztanordnungsklausel: Beinhaltet eine BU eine solche Klausel, räumen Sie dem Versicherungsunternehmen das Recht ein, eine ärztliche Untersuchung anzuordnen. Mehr noch: Sie verpflichten sich damit, an der Minderung der Berufsunfähigkeit mitzuwirken. Ordnet der Arzt Ihnen beispielsweise bei Fettleibigkeit eine Diät an, müssen Sie diese durchziehen, um Ihren Versicherungsschutz und die BU-Rente nicht zu verlieren. Als Versicherungsnehmer müssen Sie ärztliche Anordnungen, die dazu dienen, die Berufsunfähigkeit aufzuheben, erfüllen – sofern sie trag- und zumutbar sind. Achten Sie beim BU-Vergleich darauf, dass die infrage kommenden Policen auf eine Arztanordnungsklausel verzichten.
  • Gibt es einen Leistungsausschluss bei bestimmten Vorerkrankungen? Am Beispiel: Schließt der Versicherer eine Berufsunfähigkeit wegen Rückenschmerzen aus, wenn Ihnen Ihr Hausarzt bereits eine Physiotherapie wegen gelegentlicher Nackenverspannungen verschrieben hat?
  • Trumpf im Kleingedruckten: Ein Verzicht auf das Kündigungs- und Anpassungsrecht aus § 19 VVG. Damit geht ihr Versicherungsschutz bei unbeabsichtigten Verletzungen der Anzeigepflicht nicht flöten.
  • Beitragsstundung: Ist die Stundung während der Elternzeit, eines Sabbaticals etc. ohne Zinsen möglich?
  • Etwaigen Nachprüfungsverfahren werden die gleichen Kriterien zugrunde gelegt wie bei der Erstprüfung.
  • Anpassung des Renteneintritts: Wer weiß, ob Sie mit 67 in Rente gehen können? Mit einer Verlängerungsoption im BU-Vertrag, die über das 67. Lebensjahr hinausgeht, müssen Sie sich bei einer Anhebung des gesetzlichen Rentenalters keine Sorgen über eine Versicherungslücke machen.
  • Wann wird die BU-Rente ausgezahlt? Viele moderne Tarife verkürzen den Prognosezeitraum auf sechs Monate, das heißt: Dauert die Berufsunfähigkeit voraussichtlich mindestens ein halbes Jahr, zahlt die Versicherung.
  • Sind grob fahrlässige Verkehrsverstöße in der Police abgedeckt?
  • Dürfen Sie Ihren Arzt frei wählen?
  • Gilt der Versicherungsschutz weltweit und ist zeitlich nicht befristet (beispielsweise auf sechs Monate Berufsausübung im Ausland)?

 

Spätestens ab diesem Punkt sollten Sie überzeugt sein, dass es sich lohnt, einen kompetenten Versicherungsmakler mit der Suche nach dem passenden BU-Tarif zu beauftragen. Wer den Vergleich der Berufsunfähigkeitsversicherungen selbst in die Hand nimmt, muss viel Zeit investieren, sich persönlich mit mehreren Versicherern in Verbindung setzen – und übersieht am Ende mangels Erfahrung doch Elementares. Da ist es einfach lohnender, sich in puncto BU, BU für Ärzte und Dienstunfähigkeitsversicherung für Beamte einem Experten anzuvertrauen, der den Markt gut kennt, ihn unabhängig durchleuchtet und Ihnen schließlich mehrere ausgewählte Tarife empfehlen kann. Vereinbaren Sie bei Interesse an einem individuellen BU-Vergleich eine kostenlose Online-Beratung mit den unabhängigen Versicherungsmaklern der VUMAK GmbH!