Wer sich für eine PKV interessiert, steht oft vor einer Vielzahl an Anbietern, Tarifen und Versprechen. Umso wichtiger ist es, genauer hinzuschauen: Wie solide ist der Versicherer aufgestellt? Wie verlässlich sind die Leistungen im Leistungsfall? Und wie entwickeln sich die Beiträge über viele Jahre hinweg?
Die ARAG Krankenversicherung zählt zu den größeren und etablierten privaten Krankenversicherern in Deutschland.
Als Teil der ARAG-Gruppe, die bereits seit Jahrzehnten im Versicherungsmarkt tätig ist, wirbt sie mit leistungsstarken Tarifen, individueller Gestaltungsfreiheit und einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis. Doch halten diese Versprechen auch einer kritischen Prüfung stand? Wie zufrieden können Kundinnen und Kunden mit der ARAG PKV in der Praxis sein? Und wie ist das Unternehmen wirtschaftlich und strategisch aufgestellt, wenn man auch die nächsten Jahrzehnte im Blick hat?
In diesem Artikel beleuchten wir die ARAG PKV aus verschiedenen Perspektiven. Wir analysieren die Tarifstruktur, prüfen Leistungen, werfen einen Blick auf die Erfahrungen von Versicherten und nehmen auch die finanzielle Stabilität und Servicequalität unter die Lupe.
Unser Ziel: Eine umfassende Einschätzung, die dabei hilft, zu beurteilen, ob die ARAG PKV eine gute Wahl für verschiedene Zielgruppen ist – und ob sie auch langfristig halten kann, was sie heute verspricht.
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Ist die ARAG ein stabiler PKV-Versicherer?
Wer auf der Suche nach einer guten privaten Krankenversicherung ist, sollte weit mehr beachten als nur günstige Beiträge oder kurzfristige Tarifversprechen.
Ein zentrales und häufig unterschätztes Kriterium ist die Stabilität und langjährige Marktpräsenz des Versicherers.
Denn bei einer PKV geht es nicht nur um eine Leistung, die heute oder morgen erbracht werden soll – es handelt sich um eine lebenslange Entscheidung, die oft mehrere Jahrzehnte umfasst. Deshalb ist es entscheidend, dass der gewählte Versicherer auch in 30, 40 oder sogar 50 Jahren noch existiert und seinen Verpflichtungen zuverlässig nachkommen kann.
Genau aus diesem Grund werfen wir zunächst einen Blick auf die aktuellen Zahlen der ARAG!
Zahlen und Fakten zur ARAG (Quelle: Konzernbericht 2024):
- Prämieneinnahmen / Umsätze: 2.843 Mio. €
- Vorjahr: 2.418 Mio. €
- Bruttobeitragseinnahmen gesamt: 2.790 Mio. €
- Vorjahr: 2.374 Mio. €
- Konzerneigenkapital: 792 Mio. €
- Vorjahr: 719 Mio. €
- Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit: 141 Mio. €
- Vorjahr: 136 Mio. €
- Jahresüberschuss des Konzerns: 76 Mio. €
- Vorjahr: 86 Mio. €
- Versicherungstechnisches Ergebnis f. e. R.: 96 Mio. €
- Vorjahr: 138 Mio. €
- Combined Ratio: 90,6 %
- Vorjahr: 87,6 %
- Mitarbeitende: 6.148 Personen
- Vorjahr: 5.070 Personen
Die ARAG verzeichnete ein kräftiges Beitragswachstum von über 17 % innerhalb eines Jahres – das ist überdurchschnittlich im Branchenvergleich. Viele etablierte Versicherer wie HanseMerkur, DKV oder SDK liegen bei jährlichen Wachstumsraten typischerweise im einstelligen Prozentbereich. Dieses Wachstum deutet auf starke Neugeschäftszahlen (oder Beitragserhöhungen) hin. Es zeigt außerdem, dass die ARAG strategisch auf Expansionskurs ist und ihre Marktposition aktiv stärkt.
Eine Eigenkapitalquote (bezogen auf die Beitragseinnahmen) von knapp 28 % (792 Mio. € zu 2.790 Mio. €) ist ein solider Wert und signalisiert eine gute Kapitalausstattung. Zum Vergleich: Größere Gesellschaften wie Debeka oder Allianz verfügen zwar über höhere absolute Summen, aber eine ähnlich robuste Quote. Die Eigenkapitalbasis ist ein zentrales Element der langfristigen Stabilität, insbesondere bei der Absicherung von Leistungsversprechen in der PKV.
Das operative Ergebnis ist leicht gestiegen, während der Jahresüberschuss etwas zurückgegangen ist. Diese Entwicklung ist nicht ungewöhnlich, wenn zum Beispiel zusätzliche Investitionen (in IT, Digitalisierung oder Vertrieb) getätigt wurden. Wichtig ist: Die ARAG schreibt nachhaltig schwarze Zahlen – das unterscheidet sie von kleineren Anbietern oder jungen Insurtechs, die oft noch defizitär arbeiten.
Ein Rückgang um rund 30 % im versicherungstechnischen Ergebnis sollte im Auge behalten werden, ist aber noch kein Alarmsignal. Mögliche Ursachen sind steigende Leistungsaufwendungen oder ein veränderter Schadenverlauf. Dennoch bleibt ein positiver versicherungstechnischer Saldo – was viele Anbieter, besonders kleinere, oft nicht erreichen.
Die Combined Ratio (Schaden-Kosten-Quote) ist ein zentraler Indikator für die Effizienz des Versicherungsgeschäfts. Werte unter 100 % bedeuten, dass das Versicherungsgeschäft profitabel ist – die ARAG liegt mit 90,6 % im sehr soliden Bereich.
Zum Vergleich: Die Branchenbenchmark in der PKV liegt zwischen 85–95 %
- Signal Iduna: ca. 93–95 %
- Debeka: ca. 90 %
- DKV: teils >100 % in früheren Jahren
Die ARAG bewegt sich – gemessen an Beitragseinnahmen – im oberen Mittelfeld der privaten Krankenversicherer in Deutschland. Sie ist nicht so groß wie Marktführer wie Debeka (über 8 Mrd. €) oder Allianz, aber deutlich größer als viele Nischenanbieter oder neue Insurtechs.
Diese Kennzahlen belegen, dass die ARAG ein wirtschaftlich gesunder, wachsender und zukunftsfähiger Versicherer ist. Sie ist kein Newcomer mit unsicherer Zukunft, sondern ein Anbieter, der mit Blick auf die nächsten Jahrzehnte als zuverlässiger Partner in der PKV gelten kann.
ARAG grenzt sich deutlich von unsicheren Start-ups ab
In den letzten Jahren ist der Versicherungsmarkt im Umbruch: Immer mehr Start-ups und Insurtechs treten auf den Plan, die mit modernen Apps, hipper Sprache und innovativen Konzepten werben. Diese jungen Unternehmen mögen auf den ersten Blick attraktiv wirken – doch ihre langfristige Tragfähigkeit ist oft schwer einzuschätzen. Was passiert, wenn ein solcher Anbieter in zehn Jahren vom Markt verschwindet, fusioniert oder in wirtschaftliche Schieflage gerät? Gerade bei einem sensiblen und komplexen Produkt wie der privaten Krankenversicherung können solche Entwicklungen weitreichende Folgen haben.
Demgegenüber steht ein erfahrener Versicherer mit einer langen Unternehmensgeschichte und nachweislich stabiler Finanzlage. Ein Unternehmen, das bereits seit vielen Jahrzehnten am Markt ist, hat nicht nur bewiesen, dass es wirtschaftlich solide aufgestellt ist, sondern auch, dass es in der Lage ist, Krisen zu überstehen, Beitragsstabilität zu wahren und vertragsgemäße Leistungen auch langfristig zu erbringen. Diese Art von Sicherheit lässt sich nicht durch moderne Technologie oder aggressive Marketingstrategien ersetzen.
Ein weiteres Argument für etablierte Anbieter ist die sogenannte Risikogemeinschaft: Bei einem großen und langjährig gewachsenen Versichertenbestand verteilt sich das finanzielle Risiko breiter. Das führt in der Regel zu stabileren Beiträgen, insbesondere im Alter. Kleine, neue Anbieter haben dieses Polster oft nicht – sie sind anfälliger für Beitragssteigerungen und müssen unter Umständen schneller auf externe Faktoren reagieren.
Also: Wer eine PKV abschließt, bindet sich im Idealfall für ein ganzes Leben. Daher sollte man nicht nur auf aktuelle Trends oder kurzfristige Vorteile schauen, sondern auf ein solides Fundament setzen. Ein Versicherer mit stabiler Finanzlage, guter Bonität, langfristiger Marktpräsenz und verlässlicher Unternehmenspolitik ist der richtige Partner, wenn es darum geht, die gesundheitliche Versorgung über Jahrzehnte hinweg zu sichern – auch in 50 Jahren noch.
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Tarife & Leistungen der ARAG PKV in der Übersicht
Im Folgenden eine Übersicht der verschiedenen Tarifoptionen mit ihren jeweiligen Leistungen. Diese sind den offiziellen Aufstellungen der ARAG entnommen.
Die Tarife lauten „Komfort“, „MedExtra“ und „MedBest“. Während der Tarif „Komfort“ die günstigste Tarifvariante ist, stellt „MedExtra“ den mittleren Tarif und „MedBest“ den Premium-Tarif dar.
Hinweise zu bestimmten Kürzeln in den folgenden Tabellen:
- GOÄ steht für „Gebührenordnung für Ärzte“
- GOZ steht für „Gebührenordnung für Zahnärzte“
- GebüH steht für „Gebührenordnung für Heilpraktiker“
| Leistungen / Tarif | Komfort | MedExtra | MedBest |
| Erstattungsfähige Gebührensätze | bis Höchstsatz der GOÄ* / GOZ** (ambulant und Zahn) über Höchstsatz der GOÄ* (stationär) | bis Höchstsatz der GOÄ* / GOZ** (ambulant und Zahn) über Höchstsatz der GOÄ* (stationär) | über Höchstsatz der GOÄ* / GOZ** |
| Ambulante Heilbehandlung beim Hausarzt | 100 % | 100 % | 100 % |
| Ambulante Heilbehandlung beim Facharzt | 100 %, falls eine Überweisung vom Hausarzt vorliegt, sonst 80 % (Primärarztprinzip) | 100 % | 100 % |
| Behandlung durch Heilpraktiker Behandlungen, Arznei-, Verband- und Heilmittel sowie Laboruntersuchungen | 80 %, bis 500 € pro Kalenderjahr, bis Mindestsatz der GebüH*** | 100 %, bis 1.000 € pro Kalenderjahr, bis Höchstsatz der GebüH*** | 100 %, bis 2.000 € pro Kalenderjahr, bis Höchstsatz der GebüH*** |
| Sehhilfen Brillengläser, Brillenfassungen und Kontaktlinsen | 100 %, bis 150 € alle 3 Jahre | 100 %, bis 300 € alle 2 Jahre oder bei Änderung um mindestens 0,5 Dioptrien | 100 %, bis 600 € alle 2 Jahre oder bei Änderung um mindestens 0,5 Dioptrien |
| Augenoperation zur Korrektur optischer Fehlsichtigkeit brechkraftverändernde Operation, z. B. LASIK | nicht enthalten | bis 2.000 € alle 5 Jahre für beide Augen zusammen | bis 4.000 € alle 5 Jahre für beide Augen zusammen |
| Vorsorgeuntersuchungen z. B. für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebsvorsorge | 100 % | 100 % | 100 % |
| Schutzimpfungen z. B. Impfungen gegen Diphterie, Hepatitis A und B, Zeckenschutz | 100 %, ausgenommen sind Reiseimpfungen | 100 %, auch Reiseimpfungen | 100 %, auch Reiseimpfungen |
| Medikamente und Verbandmittel | 80 % für verschreibungspflichtige Arzneimittel sowie Heilmittel (gemäß Verzeichnis), Verband- und Hilfsmittel (ab 1.000 € Zusage erforderlich), insgesamt bis 2.500 € pro Kalenderjahr, darüber hinaus: 100 % | 100 %, auch nicht verschreibungspflichtige Medikamente | 100 %, auch nicht verschreibungspflichtige Medikamente |
| Heilmittel z. B. Ergotherapie und Krankengymnastik | s.o. | 80 % für Heilmittel bis 2.500 € pro Kalenderjahr, darüber hinaus: 100 % | 100 % |
| Hilfsmittel z. B. Hörgeräte | s.o. | 100 % (ab 1.000 € Zusage erforderlich) | 100 % (ab 1.000 € Zusage erforderlich) |
| Ambulante Psychotherapie | 80 %, bis zu 50 Sitzungen pro Kalenderjahr | 100 % ab 31. Sitzung pro Kalenderjahr, davor 80 % | 100 % |
| Kur/Reha erstmalig nach 2 Jahren, danach alle 3 Jahre | nicht enthalten | ambulant: 80 % stationär: 100 %, bis 30 € pro Tag, maximal 28 Tage | ambulant: 80 % stationär: 100 %, bis 50 € pro Tag, maximal 28 Tage |
| Stationäre Behandlung im Krankenhaus | enthalten | enthalten | enthalten |
| Chefarztbehandlung | enthalten | enthalten | enthalten |
| Ein- oder Zweibettzimmer | enthalten | enthalten | enthalten |
| Zahnärztliche Versorgung Begrenzung der Erstattung in den ersten Vertragsjahren | 1. Versicherungsjahr 1.000 € 2. Versicherungsjahr 2.000 € 3. Versicherungsjahr 3.000 € 4. Versicherungsjahr 4.000 € 5. Versicherungsjahr 5.000 € Keine Begrenzung ab dem 6. Versicherungsjahr oder nach einem Unfall. | 1. Kalenderjahr 1.000 € 2. Kalenderjahr 2.000 € 3. Kalenderjahr 3.000 € Keine Begrenzung ab dem 4. Kalenderjahr oder nach einem Unfall. | 1. Kalenderjahr 1.000 € 2. Kalenderjahr 2.000 € 3. Kalenderjahr 3.000 € Keine Begrenzung ab dem 4. Kalenderjahr oder nach einem Unfall. |
| Zahnbehandlung | 100 % | 100 % | 100 % |
| Zahnersatz Zahnprophylaxe, Füllungen und Inlays | 80 % maximal 4 Implantate je Kiefer | 80 % unbegrenzte Anzahl der Implantate | 90 % unbegrenzte Anzahl der Implantate |
| Kieferorthopädie Brücken, Kronen, Onlays, Implantate, Prothesen | 80 % | 80 % | 90 % |
| Beitragsbefreiung bei Elterngeldbezug | nicht enthalten | enthalten | enthalten |
| Pauschalerstattung je nach gewählter Selbstbeteiligung | enthalten bei 0 € und 300 € Selbstbeteiligung | enthalten bei 0 € und 300 € Selbstbeteiligung | enthalten bei 0 €, 300 € und 600 € Selbstbeteiligung |
| Präventionskurse | nicht enthalten | nicht enthalten | enthalten |
Wie diese Leistungen zu bewerten sind und was besonders wichtig zu wissen ist, zeigen wir im Folgenden.
Schlussfolgerung zu den verschiedenen PKV-Tarifen der ARAG
Die drei Versicherungstarife unterscheiden sich maßgeblich im Umfang der erstattungsfähigen Leistungen und Zusatzangebote, wobei MedBest das umfassendste Leistungspaket bietet.
Komfort stellt den Basistarif dar und bietet solide Grundabsicherungen für ambulante und stationäre Behandlungen. Dort sind manche Leistungen entweder eingeschränkt oder gar nicht enthalten – etwa bei Augenoperationen, Kuren, Präventionskursen sowie bei der Behandlung durch Heilpraktiker, Sehhilfen und Psychotherapie. Gerade die Erstattung bei Facharztbesuchen unterliegt dem Primärarztprinzip, was den Zugang zu Fachärzten etwas einschränkt. Zudem sind Zahnersatz und kieferorthopädische Leistungen auf 80 % begrenzt, mit einer Implantatgrenze von vier pro Kiefer.
MedExtra erweitert diese Leistungen deutlich und positioniert sich als attraktiver Mittelweg. Der Tarif verzichtet auf das Primärarztprinzip, schließt Heilpraktikerbehandlungen bis 1.000 € jährlich ein, übernimmt auch Reiseimpfungen und unterstützt zusätzlich Augenoperationen bis 2.000 € alle fünf Jahre. Bei Zahnbehandlungen entfällt die Begrenzung der Implantatanzahl, wobei die Erstattung bei Zahnersatz bei 80 % bleibt. Zudem sind Leistungen wie ambulante Kuren, eine teilweise Beitragsbefreiung bei Elterngeldbezug sowie Medikamente umfassender abgedeckt.
MedBest ist der Premiumtarif und bietet die umfassendste Versorgung. Besonders hervorzuheben sind die über den Höchstsätzen der GOÄ/GOZ liegenden Erstattungen, die vollständige Kostenübernahme bei Psychotherapie und Heilmitteln sowie die deutlich höheren Erstattungsgrenzen bei Heilpraktikerbehandlungen und Sehhilfen. Augenoperationen werden mit bis zu 4.000 € gefördert. Auch Zahnersatz (90 %) und Kieferorthopädie (90 %) liegen deutlich über den anderen Tarifen. Zusätzlich enthält MedBest Leistungen, die in den anderen Tarifen fehlen – etwa Präventionskurse sowie eine größere Flexibilität bei der Selbstbeteiligung und Beitragsbefreiung.
Für preisbewusste Versicherte, die grundlegende Leistungen wünschen, reicht der Komfort-Tarif sicherlich aus, wobei Einschränkungen bei Facharztwahl, Zahnersatz und Zusatzleistungen zu beachten sind. MedExtra bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis mit spürbarer Leistungssteigerung gegenüber Komfort – ideal für Versicherte mit mittleren Ansprüchen. MedBest ist die richtige Wahl für Personen mit hohen Erwartungen an Komfort, Therapievielfalt, maximale Kostenerstattung und umfassende Zusatzleistungen.
Dass die Leistungen der ARAG PKV-Tarife jedoch generell deutlich umfangreicher als die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung sind, lässt sich in folgender Übersicht gut einsehen.
ARAG vs. GKV: Vergleich ausgewählter Leistungen
| Leistungen / ARAG vs. GKV | ARAG | GKV |
| Kostenübernahme privatärztlicher Behandlung | enthalten | nicht enthalten |
| Heilpraktikerleistungen | enthalten | Nur eingeschränkte Leistungen |
| Brillengläser und Kontaktlinsen | enthalten | Nur eingeschränkte Leistungen |
| Vorsorgeuntersuchungen | In MedBest inklusive Präventionskurse | Nur eingeschränkte und altersabhängige Leistungen |
| Schutzimpfungen | Inklusive Reiseimpfungen | Nur eingeschränkte Leistungen |
| Erstattung nicht verschreibungspflichtiger Medikamente | In MedExtra und MedBest | Nur eingeschränkte Leistungen |
| Kur/Reha | Nur eingeschränkte Leistungen | enthalten |
| Chefarztbehandlung im Krankenhaus | enthalten | nicht enthalten |
| 1- oder 2-Bettzimmer im Krankenhaus | enthalten | nicht enthalten |
| Zahnbehandlung | Hochwertige Versorgung | Einfache Versorgung |
| Zahnersatz | Hohe Erstattungen auch bei hochwertiger Versorgung | Nur Festzuschüsse zur Grundversorgung |
| Kieferorthopädie | enthalten | I.d.R. nur bei Kindern und mit Einschränkungen |
| Schutz im Ausland und Rücktransport | enthalten | Nur eingeschränkte Leistungen |
| Beitragsrückerstattung | enthalten | Nur eingeschränkt möglich |
| Leistungen lebenslang garantiert | enthalten | nicht enthalten |
Die Gegenüberstellung der Leistungen der ARAG im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung zeigt deutliche Unterschiede in Umfang und Qualität der angebotenen Gesundheitsleistungen. Die ARAG bietet in nahezu allen relevanten Bereichen eine umfassendere Versorgung: Privatärztliche Behandlungen, Heilpraktikerleistungen, Brillen, Kontaktlinsen sowie hochwertige zahnärztliche Behandlungen und Zahnersatz sind im Versicherungsschutz enthalten, während die GKV hier meist nur eingeschränkte oder gar keine Leistungen bietet.
Insbesondere im stationären Bereich bietet die ARAG durch Leistungen wie Chefarztbehandlung und Ein- bzw. Zweibettzimmer einen deutlichen Komfortvorteil. Auch im Bereich der Prävention (zum Beispiel Vorsorgeuntersuchungen, Schutzimpfungen inkl. Reiseimpfungen) und der Erstattung nicht verschreibungspflichtiger Medikamente zeigt sich die ARAG großzügiger. Selbst bei kieferorthopädischen Behandlungen oder Auslandsrücktransporten überzeugt die ARAG mit einem breiteren Leistungsumfang.
Einzig bei Kuren und Reha-Maßnahmen bietet die GKV umfassendere Leistungen, während die ARAG hier Einschränkungen aufweist. Ein weiterer Vorteil der ARAG ist die Möglichkeit zur Beitragsrückerstattung sowie die lebenslange Garantie auf die vereinbarten Leistungen – beides in der GKV entweder nicht oder nur sehr eingeschränkt vorhanden.
Besonderheiten und spezielle Optionen der ARAG PKV Tarife
Die ARAG PKV bietet nicht nur umfassenden Gesundheitsschutz, sondern auch gewisse Vorteile, die über die reine medizinische Versorgung hinausgehen.
Besonders familienfreundlich zeigt sich die ARAG beispielsweise während der Elternzeit: Wenn Versicherte Elterngeld beziehen, müssen Sie in den Tarifen MedExtra und MedBest keine Beiträge zahlen – eine spürbare finanzielle Entlastung in einer wichtigen Lebensphase.
Ein weiterer Pluspunkt: In der ARAG PKV ist eine Patienten-Rechtsschutzversicherung bereits enthalten. Das bedeutet, dass Versicherte im Falle einer falschen ärztlichen Behandlung oder mangelhaften Aufklärung nicht alleine dastehen. Sie erhalten rechtliche Unterstützung, um Ihre Ansprüche durchzusetzen – ein beruhigendes Extra, wenn es einmal zu Komplikationen kommt.
Auch die große Flexibilität bei der ARAG PKV ist ein positiver Aspekt. So ist es möglich, im Laufe der Zeit zwischen verschiedenen Leistungsvarianten zu wechseln. Möchten Versicherte beispielsweise ihren Versicherungsschutz erweitern und von MedExtra zu MedBest wechseln, ist das nach fünf Jahren ganz unkompliziert möglich – ohne erneute Gesundheitsprüfung oder Wartezeit. Wer noch früher wechseln möchte, kann beim Vertragsabschluss den Optionstarif FlexiPro wählen. Dieser sichert Versicherten bis zu zehn Jahre lang das Recht, bereits früher und ebenfalls ohne Gesundheitsprüfung in einen leistungsstärkeren Tarif zu wechseln.
Für die finanzielle Planung im Alter bietet die ARAG ebenfalls eine Lösung: Mit der Option Beitragsentlastung können Versicherte schon heute dafür sorgen, dass ihre Beiträge im Ruhestand – etwa ab dem 63. oder 67. Lebensjahr – deutlich sinken. Zeitpunkt und Höhe der Entlastung bestimmen die Versicherungsnehmer dabei selbst. So bleibt im Alter mehr Geld für andere Dinge.
ARAG für Beamte: Spezielle Tarife verfügbar
Für Beamte ist die private Krankenversicherung fast ausnahmslos die bessere Wahl gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung, da sie speziell auf die Bedürfnisse und rechtlichen Rahmenbedingungen des Beamtenstatus zugeschnitten ist. Der entscheidende Vorteil liegt in der sogenannten Beihilfe: Der Dienstherr übernimmt einen Großteil der Krankheitskosten (meist 50–80 %), sodass Beamte nur für den verbleibenden Anteil eine private Restkostenversicherung benötigen. Dadurch sind die Beiträge zur PKV für Beamte in der Regel deutlich niedriger als die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung ausfallen würden. Zudem profitieren sie von einem umfassenderen Leistungsangebot, kürzeren Wartezeiten und individuellerer medizinischer Versorgung. Nur in seltenen Ausnahmen kann die GKV für Beamte die bessere Wahl sein.
Die ARAG bietet mit ihrer privaten Krankenversicherung für Beamte ein spezielles Versicherungskonzept für Beamte, das speziell auf die Bedürfnisse von Beamten und Beamtenanwärtern zugeschnitten ist.
Ziel ist es, sowohl während der Ausbildung als auch im späteren Berufsleben eine leistungsstarke und verlässliche Absicherung zu gewährleisten – und das ohne lange Wartezeiten. Ein großer Vorteil des Angebots ist die sofortige Gültigkeit des Versicherungsschutzes: Direkt nach Vertragsabschluss greift der Schutz, ohne dass übliche Wartezeiten eingehalten werden müssen. Das ist besonders für Beamtenanwärterinnen und -anwärter attraktiv, die zu Beginn ihrer Laufbahn oft kurzfristig eine leistungsfähige und beihilfekonforme Krankenversicherung benötigen.
Die ARAG punktet auch bei Beamten mit einem hohen Maß an Flexibilität bei der Tarifgestaltung. So lassen sich individuelle Wünsche und Anforderungen gezielt abbilden – etwa durch die Auswahl unterschiedlicher Erstattungsquoten für ambulante oder stationäre Behandlungen. Auch beim Komfort im Krankenhaus gibt es Wahlmöglichkeiten: Wer besonderen Wert auf mehr Ruhe und Privatsphäre legt, kann sich für eine Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer entscheiden. Gleichzeitig bleiben die Beiträge durch die gezielte Abstimmung auf die Beihilfeabsicherung finanziell planbar.
Ein weiterer Punkt ist der Service, den die ARAG ihren Versicherten bietet. So erhalten Kundinnen und Kunden beispielsweise über den Partner BetterDoc schnellen Zugang zu erfahrenen Fachärzten, medizinischen Spezialisten und Zweitmeinungen – inklusive Unterstützung bei der Terminvereinbarung. Innerhalb von nur 48 Stunden wird ein passender Ansprechpartner vermittelt, was im Ernstfall wertvolle Zeit und Nerven spart.
Da die PKV für Beamte zu unseren Spezialgebieten gehört, beraten wir auch hierzu gerne.
Wichtig: Ausgestaltung eines PKV-Tarifs mit einem Profi erledigen
Ja, die ARAG kann für bestimmte Berufsgruppen und unter bestimmten Bedingungen gute Tarife anbieten.
Es sollte jedoch vorab abgeklärt werden, ob die ARAG die beste PKV-Gesellschaft für den jeweiligen Fall ist und welcher PKV-Tarif am Ende tatsächlich am passendsten ist. Hierbei unterstützen wir gerne!
Die Wahl und Ausgestaltung einer privaten Krankenversicherung ist eine der grundlegenden Entscheidungen, die man im Laufe seines Lebens in Bezug auf die eigene Gesundheitsvorsorge treffen kann. Dabei geht es nicht nur um die Auswahl eines passenden Tarifs, sondern auch um langfristige Aspekte wie Beitragsentwicklung, Leistungsinhalte, Wechseloptionen und persönliche Lebensplanung. Gerade weil die PKV so komplex und individuell ist, sollte man diese Entscheidung nicht leichtfertig oder auf eigene Faust treffen. Der sinnvollste Weg ist daher, sich bei der Auswahl von einem spezialisierten Versicherungsmakler begleiten zu lassen – und das aus mehreren guten Gründen.
Wir als erfahrene Makler, der sich auf die PKV spezialisiert haben, kennen die Feinheiten und Unterschiede der verschiedenen Versicherer und Tarife im Detail.
Während Laien sich oft von Werbeversprechen oder günstigen Beiträgen leiten lassen, achtet der Profi auf entscheidende Kriterien wie Beitragsstabilität, Qualität der Leistungen, Transparenz von Bedingungen, Annahmerichtlinien und eventuelle Fallstricke in den Vertragsbedingungen. Diese Unterschiede sind für Außenstehende meist kaum zu erkennen, können im Ernstfall aber darüber entscheiden, ob man optimal abgesichert ist oder im Zweifel auf hohen Kosten sitzen bleibt.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist natürlich die individuelle Beratung. Ein guter Makler analysiert nicht nur die aktuelle Lebenssituation, sondern bezieht auch zukünftige Entwicklungen mit ein – etwa Familienplanung, Selbstständigkeit, Karrierewechsel oder mögliche Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung. Daraus ergibt sich ein maßgeschneidertes PKV-Konzept, das langfristig tragfähig ist und nicht nur kurzfristig attraktiv erscheint.
Entgegen weit verbreiteter Annahmen entstehen durch die Zusammenarbeit mit einem Makler keine zusätzlichen Kosten im Vergleich zum Direktabschluss bei einer Versicherung oder über ein Online-Portal. Die Versicherungen kalkulieren ihre Abschlussprovisionen unabhängig davon, ob ein Vertrag direkt, online oder über einen Makler zustande kommt. Der Makler wird also vom Versicherer vergütet, nicht vom Kunden – und das zu denselben Konditionen, die auch bei einem Eigenabschluss gelten würden. Das bedeutet: Der Kunde erhält kompetente, unabhängige Beratung, ohne dafür extra bezahlen zu müssen.
Gerade weil wir als Makler unabhängig von einzelnen Gesellschaften arbeiten, können wir aus dem gesamten Marktangebot schöpfen und stehen auf der Seite des Kunden – nicht der Versicherung.
Wir begleiten nicht nur beim Abschluss, sondern stehen auch später als Ansprechpartner zur Verfügung, etwa bei Leistungsfragen, Tarifwechseln oder Problemen mit der Versicherung. Wir unterstützen gerne!
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